Leichtes Gepäck – Was macht eigentlich mein Keller?

Von – 5. Februar 2016

Es gibt ja so viele interessante Tage im Jahr, wie den „World Hug Day“ im Januar, den „Hast-du-gepupst?-Tag“ (tatsächlich!) im Februar oder auch den „Schicke-einem-Freund eine-Karte-Tag“ ebenfalls im Februar. Manche Tage sind „Zum-Kopf-schütteln“ (gibt es den Tag eigentlich schon?) andere wieder wichtig.

Gestern habe ich gelesen, dass es sogar einen „Computer Cleaning Day“ gibt, der am 8. Februar ansteht. Da bin ich hängen geblieben. Der hat mich angesprochen. Denn er bringt eine Saite in mir zum Schwingen. Die Melodie lautet: Aufräumen! Mein Computer muss sicherlich auch einmal von Datenmüll gereinigt werden. Aber kurz vor dem Frühling, bekomme ich immer dieses komische Gefühl, ich müsste meine Wohnung total leer räumen, alles weg, alles stört plötzlich. Neuanfang ist angesagt! Veränderung! Kennen Sie das auch?

Dann fange ich mit einem Raum an und wenn ich Pech habe, hänge ich dort stundenlang fest, weil ich Dinge finde, die ich entweder gesucht habe oder die mich an etwas erinnern. Und dann bleiben die doch bei mir. Am Schlimmsten ist es, wenn ich diese Dinge dann in einen Karton stecke und in den Keller stelle. Mal ehrlich, wer kümmert sich dann noch darum? Die sind doch auch für mich gestorben, oder? Eindeutig ja! Also könnten sie auch gleich ganz weg. Aber da beschummele ich mich gerne selber und denke, wenn sie erst einmal weit weg aus meinem Sichtfeld sind, dann kann ich sie besser loslassen und schaffe es leichter, sie wegzuschmeißen. Na, ja, wenn ich ehrlich bin, stehen im Keller noch gefüllte Umzugskartons – seit ähm, 15 Jahren. Weiß gar nicht mehr, was ich da drin habe. Und ganz hinten in der dunklen Ecke, da steht ja auch noch was aus Düsseldorfer Zeiten…

Habe auch schon einige Bücher zu dem Thema gelesen. Viele hatten den Tenor, wenn man aufräumt, dann kann die Energie auch wieder fließen, alles wird leichter und man wird zufriedener. Allerdings habe ich dort auch gelesen, dass es nichts bringt, wenn man den Keller vollstopft, denn dann fließt die Energie auch nicht.

Nun bin ich nicht dumm und habe meinen eigenen Trick durchschaut. Ha! Leider hasse ich den Keller. Ich sehe mich nicht dort, an diesem trüben, kalten Ort, wie ich Sachen aufräume und wegschmeiße. Also habe ich mir dieses Jahr gesagt, jetzt wird richtig aufgeräumt und gleich in der Wohnung schon weggeschmissen. Mein Mantra bei jedem Gegenstand: Wann hast du ihn das letzte Mal in der Hand gehabt? Brauchst du dieses Teil zu deinem Glück? Kann man das eventuell, also im wirklichen Notfall, wieder kaufen? Denk an den Keller! Und dann weg damit.

Trotzdem komme ich um den Keller nicht herum. Möchte doch, dass die Energie überall schön fließt – in den Flow kommen sozusagen. Also werde ich bald zur Tat schreiten und ihn besuchen, wenn es Frühling wird oder Sommer, wenn es wärmer ist, also es muss schon länger hell sein oder, oder … Und wenn ich es endlich schaffe, dann werde ich mir die Kopfhörer meines Smartphones in die Ohren stecken und laut das Lied „Leichtes Gepäck“ von Silbermond hören und mitsingen. Die haben es ja mal wieder auf den Punkt gebracht.

Wie machen Sie das? Haben Sie Tipps für mich? Freue mich auf Ihre Anregungen!

 

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Über die Autorin

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Als Kommunikationsexpertin und freie Journalistin berate ich Unternehmen in Change Prozessen. Das Thema "Veränderung" hat mich schon immer fasziniert, vor allem weil jeder anders damit umgeht. Neues wagen verbinde ich mit geistiger Wachheit und Kreativität. Für meinen Blog bin ich immer auf der Suche nach interessanten Menschen und Geschichten, die mit Veränderung zu tun haben. Ich liebe es, aus einer Idee eine Story zu entwickeln. Dabei möchte ich mit meinen Geschichten informieren und inspirieren. Meine langjährige Kommunikationserfahrung habe ich in verschiedenen internationalen PR-Agenturen in Düsseldorf und als Pressesprecherin bei einem großen Finanzdienstleister in München gesammelt. 

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